Offshore, Offshore Firma gründen, Offshore company, Steuern ausland, Offshore Firmengründung 
     

 Offshore Firma gründen - Steuern im Ausland

Netzwerk internationaler Steuerberater und Rechtsanwälte

Index Kontakt Über uns    
spacespace
 
 
 
 
 
 
English language 
Dänisch Language
Französisch Language
Italien Language
Russia Language
 
Unser Netzwerk
Organisation der ETC
Beratungshonorare
 
Steuerliche Expertisen
Schweizer Mandanten
Mandanten aus Dänemark
Mandanten aus Österreich
Mandanten Deutschland
Mandanten aus Russland
Mandanten Türkei
 
Die besten Steueroasen
 
 
Englische Limited
PLC Gründung UK
Zyprische Limited
Portugal Madeira
Bulgarien
Niederlande
Slowakei
Irland
Malta
Spanien
Kanarische Sonderzone
Irland
Dänemark
Tschechien
Deutschland
Luxemburg
 
US INC
VAE/Dubai
Schweiz
 
Offshore allgemein
Belize
BVI
Panama
Andorra
Bermudas
Bahamas
Cayman Island
Jersey
Mauritius
Nevis
Seychellen
Malaysia
China
Hongkong
Singapur
Liechtenstein
Monaco
Isle of Man
Gibraltar
 
Indien
Trust und Stiftungen
 
Holding allgemein
Holding Zypern
Holding Dänemark
Holding Spanien
Holding Schweiz
 
Bank gründen
Fond auflegen
Versicherungsgesellschaft
Glückspiel-Wettlizenz
Börsengang
Diplomatenpass- Honorarkonsul
Transportlizenz
Immobilien verkaufen/vererben
Meisterzwang umgehen
Datenbank ''Taxes in Europe''
 
DBA-Recht
 
Deutsche AO, Betriebsstätte
Deutsches AStG
Steuerliche Organschaft
Schachtelprivileg
Steuerhinterziehungs-bekämpfungsgesetz
 
Grundlegende Papiere EU
EU-Recht und Urteile
EU-Mutter-Tochter-RL
EU-RL Zinsen-Lizenzen
Verrechnungspreise EU
EU Zollgebiet
EU Fusionsrichtlinie
Europa AG
 
 
Warenlieferungen EU
USt Gemeinschaftsgebiet
 
 
Frage der Ausgestaltung
 
Natürliche Personen
Non-DomVF- England
Wohnsitz England
 
Steuerliche Gestaltungen
Steuerberater/Partner
 
International
Deutsche Unternehmen
UK Limited
Kapital für Unternehmen
Fördermittel Unternehmen
Existenzgründung
Franchise-Geber
 
Sitemap
Impressum
kein Copyright
Über LowTax-Net
Download Dateien
EU Insolvenz
Unternehmer Insolvenz
Adultwebmaster
Fachanwalt für Steuerstrafrecht
 

Offshore Firma gründen: Grundsätzliche Überlegungen bei der Gründung von Gesellschaften in „Nullsteueroasen“

Offshore Firma gründen: Fallen bei der Gründung von Gesellschaften in sogenannten Nullsteueroasen

Für die meisten unserer Mandanten kommt eine Firmengründung in bekannten Nullsteueroasen (z.B. Belize, BVI, Cayman Island, Panama) NICHT in Frage und der Mandant sollte legale Alternativen prüfen. Problemstellungen bei Firmengründungen in typischen Nullsteueroasen sind:

  • Schnelle Annahme des Gestaltungsmissbrauchs, rechtswidrige Zwischengesellschaft, steuerlicher Durchgriff (z.B. §42 AO), Tatbestand der Steuerhinterziehung

  • Negativwirkungen nationaler Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung, in Deutschland §8 AStG (Außensteuergesetz)

  • Negativwirkungen nationaler Gesetze im Kontext „nicht kooperativer Staaten“, in Deutschland die Steuerhinterziehungsbekämpfungsverordnung, mithin:

Versagung:

  • des Abzugs von Betriebsausgaben und Werbungskosten (§ 4 Abs. 4 EStG und § 9 EStG),

  • der (völligen oder teilweisen) Entlastung vom Quellensteuerabzug (§ 50d Abs. 1 und 2 EStG und § 44a Abs. 9 EStG),

  • des gesonderten Steuertarifs für Einkünfte aus Kapitalvermögen (unter anderem § 32d EStG),

  • des sogenannten Teileinkünfteverfahrens (§ 3 Nr. 40 Satz 1 und 2 EStG) oder

  • der Steuerbefreiungen nach § 8b Abs. 1 und Abs. 2 KStG sowie nach vergleichbaren Vorschriften in Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung.

Die meisten anderen Staaten haben ähnliche oder analoge Gesetze /Regelungen.

  • Das Vorliegen einer Betriebsstätte im In-und Ausland definiert sich nicht über Artikel 5 Doppelbesteuerungsabkommen sondern über innerstaatliches Recht, da i.d.R. kein Doppelbesteuerungsabkommen anwendbar. Dieses bedeutet u.a., dass ein Warenlager oder eine Repräsentanz außerhalb des Sitzstaates der Steueroasengesellschaft eine Betriebsstätte auslöst

  • Keine „Abschirmwirkungen“ eines Doppelbesteuerungsabkommens, z.B. gegen Quellensteuer bei Dividendenausschüttungen ins Ausland

Die „Geheimhaltung“ einer solchen Gestaltung ist heutzutage kaum mehr möglich, vgl. z.B. OECD Abkommen gegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Terrorismus, Abkommen über den gegenseitigen Informationsaustausch in Steuerangelegenheiten mit den meisten Steueroasenländern und/oder das neue CRS (automatischer Informationsaustausch hinsichtlich Kontenguthaben bei passiven Gesellschaften ab 2016 zwischen derzeit 120 Ländern).

  • „Geldzuflüsse“ aus der Steueroasen-Gesellschaft an den wirtschaftlich Berechtigten oder umgekehrt bleiben nicht mehr geheim (z.B. Meldepflichten der Banken, CRS, Zahlungseingänge der Konten, Betriebsprüfung, Einkommenssteuererklärung usw..)

  • „Umkehr der Beweislast“: Der mutmaßlich Steuerflüchtige muss den Nachweis erbringen, dass es sich im Steueroasenland nicht um eine rechtswidrige Zwischengesellschaft handelt. Kann dieser Nachweis nicht erbracht werden, so erfolgt die Ignorierung der ausländischen Betriebsstätte (steuerlicher Durchgriff)

  • Außerhalb des jeweiligen Steueroasenlandes eröffnen Banken kein Konto für derartige Gesellschaften mehr (Vereinbarungen im Kontext der „nicht-kooperativen Staaten“)

Eine „Legalisierung“ einer Firmengründung in einer Nullsteueroase ist nur möglich, sofern:

  • Der „Ort der geschäftlichen Oberleitung“ nachweisbar im Sitzstaat belegen ist: Kein Nominee- oder Treuhand-Direktor, sondern im Sitzstaat lokal ansässige natürliche Person, die erkennbar die Geschicke der Gesellschaft lenkt, mit „vergleichbarem“ Gehalt, Angestelltenvertrag zur Gesellschaft. Die meisten Gründungsagenturen im Internet stellen einen Nominee-Direktor, welcher erkennbar NICHT die Geschicke der Gesellschaft lenkt, keine Verträge zeichnet, bei tausenden von Gesellschaften als Direktor fungiert und das Honorar lächerlich gering ist, so dass man schon auf der Grundlage des Honorars auf eine Treuhand schliessen kann.

  • Im Sitzstaat ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb installiert wird, also angemietete Büros (Mietvertrag!) und ggf. Angestellte. Fremdvergleichsgrundsätze sind zu beachten.

  • Der Nachweis erbracht wird, dass die geschäftlichen Tätigkeiten im Sitzstaat realisiert werden

Aber selbst wenn eine Gestaltung entsprechend umgesetzt werden kann, verbleiben die Negativwirkungen nationaler Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung (in Deutschland §8 AStG), sofern nur passive Tätigkeiten.

Von obigen Betrachtungsweisen kann abgewichen werden, wenn im Sitzstaat (also z.B. auf den Seychellen, Cayman Islands usw.) eine Produktionsstätte, eine Stätte zur Ausbeutung von Bodenschätzen, ein land-oder forstwirtschaftlicher Betrieb oder eine Bauausführung länger als 12 Monate Dauer existiert, dann immer Betriebsstätte im Sitzstaat. Gleiches, sofern der Mandant seinen Lebensmittelpunkt und Wohnsitz in das Steueroasenland verlagert und selbst als Direktor der Gesellschaft auftritt.

Legale Alternativen zur Firmengründung in Steueroasen-Länder

1. Firmengründung in der EU durch EU -Ansässige Stichworte sind:

Positivwirkung der EU-Niederlassungsfreiheit, EU-Rechtschutz, EU-Mutter-Tochter-Richtlinie, keine Negativwirkungen nationaler Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung.

Die EU-Niederlassungsfreiheit erlaubt sogar die gezielte Ausnutzung des Steuergefälles durch Gründung von EU-Auslandsgesellschaften (EuGH-Entscheidung Cadburry Schweppes).

2. Firmengründung mit Anwendung eines Doppelbesteuerungsabkommens, nicht EU.

Zwar keine Positivwirkung der EU Niederlassungsfreiheit /EU Rechtschutz usw.., aber eine legale Ausgestaltung ist möglich und erfordert weniger „Aufwand“. Beispiel-Länder: Schweiz, Singapur, USA, VAE/Dubai.


 

 

 

 

 

 

 
 
spacespace