| Firmengründung Spanien, Firmengründung Kanaren, Firmengründung Teneriffa, kanarische Sonderzone ZEC | ||||||
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Firmengründung Spanien- Kanaren: Steuerliche Vorteile Kanaren REF ist die Abkürzung für "Regimen Economico Fiscal" der Kanaren, die wirtschaftlich-steuerlichen Rahmenbedingungen für die Kanarischen Inseln. Dazu führen wir unten weiter aus. Die Umsatzsteuer beträgt auf den Kanaren zudem 4,5% (red. Satz), allerdings gehören die Kanaren nicht zum umsatzsteuerrechtlichen Gemeinschaftsgebiet. Interessieren Sie sich für eine Firmengründung in der Kanarischen Sonderzone (ZEC), so klicken Sie bitte hier.. Investitionsreserve Wenn Sie keine neue Geschäftsidee haben und kein neues Geschäftslokal eröffnen und derzeitig nicht investieren wollen, so bietet das REF Ihrem Unternehmen trotzdem ein Bonbon an: Wenn Sie Gewinne nicht ausschütten, sondern als Investitionsreserve in Ihrer Firma lassen, so können Sie für diese Investitionsreserve 90 % des normalen Steuersatzes von 35 % abziehen. Bei einer Investitionsreserve von z. B. 60.000 Euros zahlen Sie also statt 21.000 Euros nur 3,5 % oder 2.100 Euros Steuern. Diese Investitionsreserve muss dann innerhalb von drei Jahren für Investitionen Ihrer Firma genutzt werden, und zwar auf folgende Weise: Es müssen Investitionen in Anlagegütern sein, die auf den Kanaren liegen oder dort verkauft werden, die auf den Kanaren verwendet werden und die notwendig sind für die Entwicklung der Aktivitäten der Firma oder die zur Verbesserung und zum Schutz der Umwelt des Kanarischen Territoriums beitragen. Hierzu zählen ausdrücklich auch Flugzeuge, die ihre Basis auf den Kanaren haben und spanische Schiffe, die auf den Kanaren eingeschrieben sind, einschliesslich diejenigen, die im speziellen Kanarischen Schiffsregister geführt werden. Wenn die Investitionsreserve in gebrauchte Maschinen investiert wird, so gilt die Steuervergünstigung dafür nur, wenn dadurch die technologische Ausstattung der Firma verbessert wird. Können Sie sich jedoch nicht entschliessen, die Investitionsreserve für die oben angeführten Zwecke voll zu nutzen, so haben Sie noch folgende Möglichkeiten, die Steuervergünstigungen nicht zu verlieren: Sie können Schuldverschreibungen der Autonomen Region der Kanaren, örtlicher kanarischer Organismen und öffentlicher Unternehmen der Kanaren kaufen, jedoch nur, wenn damit Investitionen in der Infrastruktur oder in der Verbesserung und dem Schutz der Umwelt des Kanarischen Territoriums finanziert werden. Jedoch dürfen Sie maximal 50 % Ihrer Investitionsreserve in diese Schuldverschreibungen investieren. Die anderen 50 % müssen Sie wie vorgesehen nutzen, wenn Sie die Steuervergünstigung nicht nachträglich verlieren wollen. Wenn Sie überhaupt nicht in Ihre Firma investieren wollen, so besteht noch eine letzte Möglichkeit darin, mit der Investitionsreserve Geschäftsanteile von Gesellschaften zu kaufen, die auf den Kanaren ihre geschäftlichen Aktivitäten haben. Aber auch hier ist die Voraussetzung, dass diese Firmen die von Ihnen investierten Gelder in die Infrastruktur oder in die Verbesserung und den Schutz der Umwelt der Kanaren stecken. Bei all diesen Investitionen ist zu beachten, dass die Investitionsgüter und die Schuldverschreibungen sich mindestens fünf Jahre lang ununterbrochen im Besitz Ihrer Firma befinden müssen. Ist die Lebensdauer von Investitionsgütern geringer, zum Beispiel bei Maschinen, dann während der Lebensdauer der Maschinen. Bei Firmen, deren Geschäftszweck in der Vermietung besteht, darf zwischen den Inhabern und Geschäftsführern der Firma und den Mietern keine sonstige direkte oder indirekte Beziehung bestehen. Leasing-Gesellschaften sind von den hier behandelten Vorteilen ausgeschlossen. Auch natürliche Personen, die als Einzelunternehmer tätig werden, können die Vorteile dieser Investitionsreserve nutzen, wenn sie ihre Aktivitäten mittels eines Geschäftslokals auf den Kanaren ausüben. Hier ist die Steuervergünstigung allerdings "nur" 80 %. Damit wird der Höchst-Steuersatz für den als Investitionsreserve zurückgelegten Betrag auf 11,2 % gedrückt. Abschliessend möchten wir noch klarstellen, dass sich die Vergünstigungen, die wir hier unter der Überschrift "Investitionsreserve" behandelt haben, nicht nur auf neugegründete Firmen beziehen und an kein besonderes Datum gebunden sind. Ob also neue Firma oder uralte Firma, jeder kann diese Vergünstigungen nutzen, wenn er die entsprechenden Bedingungen dafür erfüllt. Insgesamt bietet die hier beschriebene Bestimmung interessante Anreize, auch für denjenigen, der eigentlich gar nicht soviel investieren will. Idee: Man kalkuliert die in den nächsten drei Jahren vorgesehenen Investitionen, legt dann eine doppelt so hohe Investitionsreserve an. Schliesslich investiert man die Hälfte und die anderen 50 % investiert man in die vorgesehenen Schuldverschreibungen. Für die letztgenannte Investition hat man also nur 3,5 % Steuern bezahlt und bekommt schliesslich noch die Guthabenzinsen aus den Wertpapieren ! Steuervergünstigung auf Exporte Und wenn Ihnen die Bedingungen für die vorstehend genannten Steuervergünstigungen trotz allem nicht zusagen, so kommt nun das nächste Steuer-Bonbon: Wenn Sie mit Ihrer Firma auf den Kanaren Waren produzieren - und diese nach ausserhalb der Kanarischen Inseln exportieren (es zählt also auch das spanische Mutterland), so sind die aus dem Export-Verkauf resultierenden Gewinne ebenfalls steuerbegünstigt. Und zwar verringert sich die Körperschaftssteuer von normalerweise 35 % um 40 % der Steuer auf dann 21 %. Dabei kommt es nicht einmal darauf an, dass der oder die Firmeninhaber auf den Kanarischen Inseln leben. Entscheidend ist nur, dass die Waren auf den Kanaren produziert und verarbeitet wurden. Die Vorteile aus diesem Absatz können unter bestimmten Umständen auch von Einzelunternehmern genutzt werden. Steuervergünstigungen bei Schiffsregistrierungen Wenn Sie es dann eines Tages aufgrund der vielen Steuervergünstigungen zu Reichtum gebracht haben, so könnte sich die Überlegung stellen, wo Sie Ihre frischerworbene Hochseeyacht registrieren lassen. Nun, auch hier bietet das REF steuerliche und andere Vorteile: Schiffe, die in dem speziellen Kanarischen Schiffsregister geführt werden, haben bei der Lohnsteuer ihrer Besatzung einen Nachlass von 15 % und bei den Beiträgen zur Sozialversicherung der Besatzung einen Nachlass von sogar 50 %. Und falls Sie auf die Idee kommen sollten, aus Ihrer Yacht auch noch Gewinne zu erzielen, so verringert sich die Körperschaftssteuer auf die Gewinne Ihres Charterunternehmens um 35 % auf 22,75 %, wenn Ihr Schiff im speziellen Kanarischen Schiffsregister gemeldet ist. Umsatzsteuerbefreiung Für besonders Ängstliche, die nun immer noch aus Angst vor der Steuerlast vor einer Firmengründung zurückschrecken, haben sich die verantwortlichen Politiker eine weitere Steuerbefreiung ausgedacht: Neugegründete Firmen oder bereits bestehende, die eine Kapitalerhöhung vornehmen oder ihre Einrichtungen modernisieren oder in andere Geschäftsräume umziehen sind drei Jahre lang nach dem betreffenden hier angeführten Anlass von der Kanarischen Umsatzsteuer IGIC befreit. Und zwar gilt diese Bestimmung für die Einkäufe und Importe von Investitionsgütern, die diese Firmen vornehmen. Grunderwerbsteuerbefreiung Die gleichen Firmen, die unter dem Punkt Umsatzsteuerbefreiung erläutert wurden, sind für den gleichen Zeitraum von drei Jahren von der Grunderwerbsteuer beim Kauf von Immobilien befreit, sofern diese als Investitionsgut angesehen werden können und sofort der gewerblichen Nutzung zugeführt werden.. Die Voraussetzung dafür ist, daß die Immobilie mindestens 5 Jahre lang im Besitz Ihrer S.L. bleiben und gewerblich genutzt werden muss. Ebenso sind diese o.a. Firmen von der Steuer auf notariell dokumentierte juristische Akte befreit. Kurzübersicht Firmengründung Spanien Besteuerung der juristischen Person (S.L., S.A.): Ca. 35% Körperschaftssteuer, außer in der Kanarischen Sonderzone. Spanische Holdinggesellschaften bleiben unter bestimmten Voraussetzungen steuerfrei. Bestimmte Geschäftstätigkeiten haben steuerliche Privilegien, vgl. im Text. Doppelbesteuerungsabkommen: Ja, Spanien unterhält mit vielen Ländern ein DBA, mithin Abschirmwirkung eines DBAs, reduzierte Quellensteuer bei verbundenen Unternehmen bei Vorliegen eines DBAs, die Betriebsstätte definiert sich auf der Grundlage 5 DBA-/OECD_MA. EU: Ja, mithin Wirkung der EU-Niederlassungsfreiheit, Urteile des EuGHs, Anwendung der EU-Fusionsrichtlinie. Bei Anwendung des Deutschen Steuerrechts, § 7-14 AStG: Nein, keine Anwendung der Deutschen Hinzurechnungsbesteuerung, da Spanien kein Niedrigsteuerland im Sinne 8 AStG ist, mithin Eu-rechtswidrig. Stammkapital spanische S.L: 3.006 Euro Unsere Dienstleistungen "Spanien" in der Kurzübersicht Im Rahmen einer Firmengründung in Spanien beraten Sie unsere zuständigen Netzwerkpartner über Gestaltungsmöglichkeiten, Gesellschaftsformen und Steuern. Die Gründung einer spanischen S.L. kommt in Frage:
Dabei stellen wir -unsere Netzwerkpartner- folgende Dienstleistungen zur Verfügung:
DIE SPANISCHE S.L
Sociedad con Responsabilidad limitada (S.L.)
Das Kapital ist hierbei in
Gesellschafteranteile aufgeteilt. Mit Ausnahme der Sociedad Unipersonal
sind mindestens 2 natürliche oder juristische Personen notwendig. Die
S.L. wird von einem oder mehreren Verwaltern (administradores)
vertreten. Diese sind in ihren Aufgabenbereichen, Rechten und Pflichten
vergleichbar mit den Geschäftsführern. Die S.L ist zu einer geordneten
Buchführung verpflichtet und muss einmal jährlich einen Jahresabschluss
beim spanischen Handelsregister vorlegen.
Grundlagen der BesteuerungAllgemeinesIm Bereich der Besteuerung der unternehmerischen Investitionen in Spanien liegt die Körperschaftsteuer zweifellos im Mittelpunkt des Interesses, da sie in der Regel jedes Investitionsvehikel in Spanien, sei es eine Kapitalgesellschaft oder eine Personengesellschaft, betreffen wird.
Die spanischen Ertragsteuern folgen der allgemeinen Besteuerungstechnik aller Steuern. Nach der Bestimmung, wer als Steuersubjekt die festzusetzende Steuer zu entrichten hat, wird zunächst festgelegt, welche Tatbestände der Steuer grundsätzlich unterliegen. Der Schwerpunkt liegt sodann in der Quantifizierung der einzelnen Steuertatbestände und damit in der Ermittlung der Bemessungsgrundlage.
Lediglich der Einzelunternehmer unterliegt nach den bisherigen Darstellungen der Einkommensteuer, juristische Personen und auch Personengesellschaften dagegen der Körperschaftsteuer. Anders als im deutschen Recht, in dem die Körperschaftsteuer bezüglich der Einkünftedefinition und der Ermittlung des Einkommens im wesentlichen auf das Einkommensteuerrecht verweist, definieren das spanische Einkommen- und Körperschaftsteuerrecht jeweils selbständig, was sie als steuerbares Einkommen ansehen und wie dieses zu ermitteln ist.
Auch nach dem ab 1.1.1999 geltenden LIRPF unterscheidet die spanische Einkommensteuer weiterhin zwischen Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit und solchen aus selbständiger Arbeit, wobei zu letzteren die Einkünfte von gewerbetreibenden und freiberuflich arbeitenden Personen gehören. Darüber hinaus kennt es noch Kapitaleinkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen sowie den Tatbestand der Vermögensgewinne, mit dem die sich beim Verkauf von Vermögensgegenständen ergebenden Gewinne oder Verluste erfasst werden. Die spanische Einkommensteuer verweist allerdings seit jeher für die Ermittlung der hier hauptsächlich interessierenden Einkünfte aus Gewerbebetrieb und selbständiger Tätigkeit auf das Körperschaftsteuerrecht.
Ähnliches galt im spanischen Körperschaftsteuerrecht, das bis 1995 in Kraft war. Das heutige Gesetz in der durch das Königliche Gesetzesdekret 4/2004 eingeführten Neufassung durch Ley del Impuesto sobre Sociedades (LIS)kennt dagegen keine Unterscheidung mehr zwischen verschiedenen Einkunftsarten. Es ist nur noch von Renta (Einkommen) die Rede, unabhängig davon, aus welcher Quelle es stammt oder welchen Ursprungs es ist. Die Steuerpflicht ergibt sich daher unmittelbar aus der Ermittlung der Bemessungsgrundlage, ohne dass es einer vorherigen Bestimmung der Einkunftsart bedarf. Die folgenden Ausführungen konzentrieren sich daher auf die Ermittlung der Bemessungsgrundlage nach dem LIS. Ermittlung der BemessungsgrundlageDas LIS von 1995 versteht unter dem nicht näher definierten Begriff des Einkommens das buchhalterische Ergebnis (in Deutschland würde man wohl sagen: Jahresüberschuss nach Handelsbilanz bzw. Gewinn nach Gewinn und Verlustrechnung) nach steuerlichen Korrekturen. Damit ist eine Regelung geschaffen, die mit dem deutschen Maßgeblichkeitsgrundsatz der Handelsbilanz nach Paragraph 5 Abs. 1 EStG in etwa vergleichbar ist.
Die Ermittlung der Bemessungsgrundlage der spanischen Körperschaftsteuer besteht damit in einem Prozess der Umsetzung des buchhalterischen Ergebnisses in die korrekte Bemessungsgrundlage unter Anwendung der diversen Regeln des LIS. Da dem buchhalterischen Ergebnis als Ausgangspunkt dieses Prozesses somit eine zentrale Rolle zukommt, ist eine genauere Betrachtung der handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungspflichten angezeigt).
1. Handelsrechtliche Buchführungs- und Bilanzierungspflichten
Spanien hat Ende der 80er Jahre sein Handels- und Gesellschaftsrecht den maßgeblichen EG-Richtlinien angepasst. Diese Anpassung der spanischen Gesetze an die Grundsätze der EG beeinflusste im wesentlichen die externe Rechnungslegung. Eingeführt wurde dabei eine allgemeine Publizitätspflicht und eine allgemeine Prüfungspflicht durch unabhängige Prüfer. Als weitere Neuerung entstand für spanische Konzerne die Pflicht zur Aufstellung konsolidierter Abschlüsse.
Die maßgeblichen Vorschriften für die Buchführung und Rechnungslegung finden sich im spanischen Handelsrecht (Código de Comercio, im folgenden Ccom), im spanischen Aktienrecht (Ley de Sociedades Anórtimas, im folgenden LSA) und im sog. Kontenplan (Plan General de Contabilidad, im folgenden PGC). Steuerliche BewertungsvorschriftenDie steuerlichen Bewertungsvorschriften, durch die die handelsrechtlichen und buchhalterischen Regeln zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage korrigiert werden, bilden den eigentlichen Kern des LIS. Sie sind in den Art. 11 bis 24 LIS und in den Art. 1 bis 52 der Durchführungsverordnung - Reglamento del Impuesto sobre Sociedades (RIS) - enthalten. Es werden im folgenden die wesentlichen Aspekte dieser Bestimmungen dargestellt.
1. Abschreibung für Abnutzung
Die Regeln für die AfA (amortización) sind in Art 11 LIS und in den Art. 1 bis 5 RIS enthalten. Nach diesen Bestimmungen gelten für die AfA folgende Kriterien:
a) Allgemeines
Abschreibungsfähige Wirtschaftsgüter sind:
Eine Abschreibung für Abnutzung ist steuerlich zulässig, wenn sie der effektiven Entwertung des Wirtschaftsguts entspricht. Dies wird vermutet, wenn sie die maximalen Jahressätze einhält, die in einer als Anhang zum RIS veröffentlichten Tabelle enthalten sind. Die Tabelle enthält minimale und maximale Sätze. Diese sind allgemeinverbindlich. Die Abschreibung nach Tabelle kann gern. Art. 11.1 LIS linear erfolgen oder degressiv auf Basis eines konstanten Prozentsatzes auf den Restwert. Im RIS (Art. 4) wird zusätzlich die Methode der sogenannten "numeros digitos", eine in der Praxis eher selten gewählte Sonderform der degressiven AfA mit variablen Prozentsätzen, erlaubt. Alle drei Verfahren werden letzten Endes von der Tabelle abgeleitet.
Die Abweichung von den maximalen und minimalen Sätzen der Tabelle ist mittels eines begründeten Abschreibungsplans möglich, der den Behörden zur Genehmigung unterbreitet werden muss. Bei materiellen Wirtschaftsgütern ist diese Möglichkeit beschränkt auf neue Wirtschaftsgüter, die sich in Spanien befinden und bei denen besondere Umstände eine erhöhte Abnutzung bedingen. Solche besonderen Umstände können in Zwei- oder Mehrschichtenbetrieb, in extremen klimatischen Einflüssen, hohen Temperaturen, Einwirkung chemischer Elemente etc. bestehen. Für immaterielle Wirtschaftsgüter kommt eine erhöhte Abschreibung nur in Betracht, wenn es sich um Wirtschaftsgüter handelt, die aus in Spanien durchgeführten und genehmigten Forschungs- und Entwicklungsplänen hervorgegangen sind. Abschreibungen die über die Höchstsätze hinausgehen, werden ansonsten als Gewinnbestandteil betrachtet, ebenso wie Abschreibungen, die nach Ablauf der maximalen Abschreibungszeit vorgenommen werden.
Abschreibungsgrundlage sind die Anschaffungskosten. Entsprechend der deutschen Handhabung fällt darunter der Kaufpreis und alle Nebenkosten bis zur Ingebrauchnahme und die Herstellungskosten auf Vollkostenbasis. Die Abschreibung muss grundsätzlich für jeden Gegenstand einzeln erfolgen. Gleichartige und zum selben Zeitpunkt erworbene Gegenstände können allerdings zusammengefasst werden. Es muss dann jedoch ersichtlich sein, welcher akkumulierte Abschreibungsbetrag auf welchen bestimmten Gegenstand entfällt.
Für gebrauchte Wirtschaftsgüter können erhöhte Abschreibungen geltend gemacht werden. Man kann entweder aufgrund des Neupreises abschreiben oder aufgrund des eigenen Anschaffungswertes mit verdoppelten Sätzen.
Art. 11.2 LIS erlaubt für gewisse Wirtschaftsgüter eine freie AfA. Diese Regel betrifft Wirtschaftsgüter der „sociedades anónimas laborales“, Aktiengesellschaften, an denen die Belegschaft mindestens 50% der Aktien hält, und der Bergbauunternehmern, sowie Wirtschaftsgüter, die der Forschung und Entwicklung gewidmet sind. Für landwirtschaftliche Betriebe besteht unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls die Möglichkeit einer freien Abschreibung ihrer Wirtschaftsgüter.
Darüber hinaus gibt es noch einige Sonderabschreibungen und befristete Bewertungsfreiheiten, die in einigen Wirtschaftsförderungsgesetzen enthalten sind.
b) Mietverträge mit Kaufoption
Art. 11.3 LIS bezieht sich auf Verträge, die nicht mit amtlich zugelassenen Leasinggesellschaften geschlossen werden. Ist bei einem derartigen Vertrag der Optionspreis geringer als der Restwert nach einer hypothetischen Abschreibung im gleichen Zeitraum, gilt die unwiderlegbare gesetzliche Vermutung, dass der Mieter die Option wahrnehmen wird. In diesem Fall kann der Mieter maximal den für das Wirtschaftsgut nach Tabelle gültigen AfA Satz als Mietausgabe geltend machen. Das spanische Recht nimmt also keine Zuordnung des Wirtschaftsguts beim Mieter mit der Folge der Bilanzierung und Abschreibung bei ihm vor, sondern begrenzt die abziehbaren Mietaufwendungen auf' eine der AfA entsprechenden Höchstgrenze.
c) Firmenwert
Die Abschreibung des Firmenwerts ist mit einem jährlichen Maximum von 5% zulässig wenn folgende Bedingungen gegeben sind:
Sind diese Bedingungen nicht gegeben, ist der Firmenwert nur im Falle einer nachweisbaren irreversiblen Entwertung steuerlich abschreibbar. Die gleichen Voraussetzungen gelten für die Abschreibung von Marken, übertragenen Pachtverträgen und sonstigen immateriellen Wirtschaftsgütern ohne konkrete Nutzungsdauer.
2. Wertberichtigungen
Das spanische Steuerrecht kennt die bis Ende 1998 in Deutschland zulässige Teilwertabschreibung nicht, sondern operiert einzig mit dem Mittel des Ausweises eines Wertberichtigungspostens auf der Passivseite. Die Berichtigung orientiert sich dabei am Handelsrecht, so dass eine buchhalterisch korrekte Wertberichtigung im Prinzip auch steuerlich gültig ist. Im PGC ist ein allgemein gültiges Wertaufholungsgebot festgelegt. Wertaufholungen über die Anschaffungskosten hinaus sind nicht zulässig. Diese Grundregeln erfahren in Art. 12 LIS allerdings für bestimmte Fälle Einschränkungen.
a) Urheberrechte an Bücher-/Film- und Videoproduktionen
Hier ist eine Wertberichtigung zulässig, wenn zwei Jahre seit Markterscheinung der entsprechenden Produktion verstrichen sind.
b) Forderungen
Eine Wertberichtigung von Forderungen kann vorgenommen werden, wenn der wahrscheinlich zu realisierende Wert einer zweifelhaften Forderung unter dem Bilanzansatz liegt. Die Wertberichtigung ist in der Bilanz gesondert auszuweisen.
Die Realisierbarkeit einer Forderung wird als zweifelhaft angesehen, wenn nachgewiesen werden kann, dass sich der betreffende Kunde in Konkurs befindet, ein Vergleich mit seinen Gläubigern vorliegt, die Zahlungen eingestellt wurden oder aber gerichtliche Schritte eingeleitet sind, von deren Ausgang die teilweise oder vollständige Realisierbarkeit der Forderung abhängt. Darüber hinaus ist die Realisierbarkeit zweifelhaft, wenn die ausstehenden Forderungen als uneinbringlich angesehen werden. Dies wird gesetzlich vermutet, wenn seit ihrer Fälligkeit mindestens ein Jahr vergangen ist.
Zweifelhafte Forderungen sind gesondert zu bilanzieren und von den übrigen, normalen Forderungen getrennt auszuweisen. Gleichzeitig wird einem passiven Wertberichtigungsposten erfolgswirksam der Betrag zugeführt, der als uneinbringlich angesehen wird.
c) Gesellschaftsanteile
Beteiligungen sind grundsätzlich wie alle Wirtschaftsgüter mit den Anschaffungskosten anzusetzen. Dies gilt in Spanien anders als in Deutschland auch für Beteiligungen an Personengesellschaften. Bei nicht börsennotierten Beteiligungen kommt eine anteilige Wertabschreibung - proportional zur gehaltenen Beteiligung - nur in Höhe des Betrages in Betracht, um den der Nettobuchwert des Unternehmens, an dem die Beteiligung besteht, am Ende des Wirtschaftsjahres des Anteilsinhabers im Vergleich zum Beginn des Wirtschaftsjahres abgenommen hat. Nachträgliche Gesellschafterbeiträge führen zu einer Erhöhung der Anschaffungskosten, Rückerstattungen von solchen Beiträgen zu einer Minderung.
Bei börsennotierten Aktien richtet sich die Wertberichtigung nach dem am Stichtag notierten Kurswert. Sie ist jedoch nur ein nur einheitlich für die Gesamtheit der gehaltenen Anteile zulässig, ist also bei variierenden Anschaffungskosten in Relation zu den Anschaffungskosten aller Aktien zu setzen. Damit kommt grundsätzlich auch eine Wertberichtigung aufgrund einer Gewinnausschüttung in Betracht, wenn sie den Buchwert der Anteile unter deren Anschaffungswert fallen lässt, d.h., wenn Rücklagen ausgeschüttet werden, die am Tag der Anschaffung bereits vorhanden und preisbestimmend waren. Das Körperschaftsteueranrechnungsverfahren findet jedoch in diesen Fällen keine Anwendung.
Als eine Besonderheit des spanischen Rechtes ist zu erwähnen, dass Art. 12.5 unter gewissen Bedingungen eine Abschreibung des implizierten Firmenwertes bei Erwerben von Beteiligungen an ausländischen Firmen mit einem jährlichen Satz von 5% erlaubt.
3. Rückstellungen für Risiken und Aufwendungen
Bei Rückstellungen für Risiken und Aufwendungen kehrt sich das Grundprinzip des LIS um, nach dem das buchhalterische Ergebnis auch steuerlich maßgeblich ist. Abziehbar sind nur diejenigen Rückstellungen, die in Art. 13 LIS ausdrücklich geregelt sind. Danach sind Rückstellungen zulässig für:
4. Fremdfinanzierungen
Art. 20 LIS regelt die direkte und indirekte Fremdfinanzierung von spanischen Unternehmen durch ausländische juristische und natürliche Personen. Entsprechend Paragraph 8a KStG ist hier die Umqualifizierung von Zinsen in Entgelt für die Beteiligung am Eigenkapital (= verdeckte Gewinnausschüttung) vorgesehen, wenn das Verhältnis zwischen Fremd- und Eigenkapital eine bestimmte Quote übersteigt.
Im deutschen Steuerrecht greift diese Rechtsfolge bei einer in einem Bruchteil bemessenen Vergütung, wenn das Fremdkapital zu irgend einem Zeitpunkt im Wirtschaftsjahr das Dreifache des anteiligen Eigenkapitals des Anteilseigners übersteigt.
Nach Art. 20 LIS wirkt die Umqualifizierung generell bei Zinsen, die einer Verschuldung entsprechen, die im Durchschnitt des Wirtschaftsjahres das durchschnittliche Eigenkapital um das Dreifache übersteigen, wobei das durchschnittliche Eigenkapital des Jahres ohne Berücksichtigung des Jahresergebnisses zu ermitteln ist. Das spanische Körperschaftsteuerrecht betrachtet damit die gesamte durchschnittliche Gesellschafterfremdfinanzierung im Verhältnis zum gesamten durchschnittlichen Eigenkapital des Jahres. Die Umqualifizierung betrifft nur den Teil der Zinsen, die proportional dem Überschuss über die 3:1 Grenze entsprechen.
Seit 1.Januar 2004 ist die Wirkung dieser Regel bezüglich von Finanzierung aus EU-Ländern aufgehoben worden, um der Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofes Folge zu leisten, da in dieser Art von Regelung der genannnte Gerichtshof eine Form der Diskriminierung sah. Eine Lösung im Sinne der in Deutschland seit 1. Januar 2004 gültigen Bestimmung - Erstreckung der Regel auch auf inländische Verhältnisse um den Vorwurf der Diskriminierung zu vermeiden - ist noch nicht in Aussicht. Sonderregelungen der KörperschaftssteuerVon seiner Struktur her kann man im LIS zwei Teile deutlich unterscheiden: den allgemeinen Teil, der sich mit den allgemein gültigen Bestimmungen der spanischen Körperschaftsteuer befaßt, und einen besonderen Teil, den Titel VIII des LIS, in dem die sog. „regimenes especiales“ behandelt werden, also vom Gesetzgeber geschaffene Sonderregelungen für bestimmte Bereiche. Obwohl die detaillierte Erläuterung aller Sonderregelungen nicht Gegenstand dieses Beitrages sein kann, wird hier zunächst wegen ihrer Gesamtbedeutung ein kurzer Überblick über sämtliche Sonderregelungen gegeben, bevor auf einige besonders hervorzuhebende Regelungen im folgenden näher eingegangen wird.
1. Allgemeiner Überblick
Die einzelnen Sonderregelungen des LIS, die besondere Steuersubjekte oder Geschäftsvorgänge betreffen, sind folgende:
a) Spanische und europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung
Wie der Name schon sagt, schließen sich zu dieser verschiedene Unternehmen zur Verfolgung gemeinsamer Interessen zusammen. Die europäische Regelung hierzu ist in der EU-Richtlinie 2137/1985 enthalten, die spanische ist hingegen ein internes Produkt der spanischen Gesetzgebung Beide unterliegen der Steuertransparenz (siehe dazu sogleich) mit gewissen Besonderheiten.
b) „Uniones Temporales de Empresas“
Dieser mit der deutschen Arbeitsgemeinschaft vergleichbare Zusammenschluß, mit dem eine zeitlich beschränkte Unternehmensvereinigung für einen bestimmten Zweck erfolgt, gilt trotz der Tatsache, dass er keine eigene Rechtspersönlichkeit hat, als Steuersubjekt der Körperschaftsteuer. Durch die Sonderregelung ist auch sie der sog. Steuertransparenz mit gewissen Besonderheiten unterworfen.
c) Gesellschaften zur Wohnungsvermietung
Unter gewissen Bedingungen können Gesellschaften, deren hauptsächlicher Zweck die Vermietung von Wohnungen ist, besondere steuerliche Begünstigungen in Anspruch nehmen, die eine Reduzierung der Steuerschuld um bis zu 97% erreichen können.
d) Risikokapitalgesellschaften - Fonds und Regionale Gesellschaften zur Förderung der Industrie
Die im Bereich des Gesetzes 1/1999 operierenden Gesellschaften können eine Begünstigung in Höhe von 99% der Einkünfte, die sie aus der Übertragung der Gesellschaftsanteile jener Gesellschaften erhalten, die in Artikel 2.1 des erwähnten Gesetzes aufgeführt werden.
e) „Instituciones de lnversión Colectiva“
Hiermit sind bestimmte Investitionsgesellschaften (eigene Rechtspersönlichkeit) und Fonds (Vermögensmasse ohne eigene Rechtspersönlichkeit, die durch eine dritte juristische Person verwaltet wird) gemeint, die in etwa vergleichbar mit dem deutschen Aktienfonds oder offenen und geschlossenen Immobilienfonds sind. Sie unterliegen dem Gesetz 46/1984 und investieren ausschließlich in Aktien, sonstige Finanzaktiva oder Immobilien. Die Sonderregelung enthält die Einzelheiten zur Besteuerung der Gesellschaften und Fonds selbst sowie zur Besteuerung der Anteilsinhaber.
f) Vermögensgesellschaften (Sociedades Patrimoniales)
Bis zum 1. Januar 2003 wurde unter dem Begriff "steuerliche Transparenz" unter bestimmten Voraussetzungen die zivilrechtliche Rechtsfähigkeit der juristischen Person für steuerliche Zwecke außer Acht gelassen, so dass die entsprechende Gesellschaft zwar besteuert wurde, ihr Einkommen jedoch den Gesellschaften zugeschrieben wurde, die dann die von der Gesellschaft entrichtete Steuerlast von der eigenen Steuerlast abziehen durfte. Dieses System, das als "Steuerliche Transparenz" bezeichnet wurde, ist ab dem Wirtschaftsjahr 2003 aufgehoben worden. An seine Stelle tritt die Sonderregelung der sogenannten "Vermögensgesellschaften". Sie wird weiter unten im Detail beschrieben.
g) Konzernbesteuerung (Consolidación fiscal)
In Spanien kann eine Gruppe von Gesellschaften für eine spezielle Art der Besteuerung optieren, der sogenannten konsolidierten Besteuerung. Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer ist dann der gemeinsame Gewinn aller Konzernmitglieder, der sich durch die Zusammenfassung der Gewinn- und Verlustrechnungen und der Bilanzen der Konzernmitglieder zum Konzernabschluß ergibt. Auch auf sie wird im folgenden noch ausführlicher eingegangen.
h) Fusionen, Spaltungen, Sacheinlagen und Anteilstausch
An dieser Stelle enthält das LIS die Umsetzung der EU-Fusionsrichtlinie. Die Prinzipien dieser Richtlinie gelten in Spanien seit jeher nicht nur für grenzüberschreitende Vorgänge, sondern auch für rein inländische Vorgänge.
i) Bergbauunternehmen
Für derartige Unternehmen gelten besondere, begünstigende Abschreibungsvorschriften.
j) Erforschung und Produktion von Kraftstoffen
Auch hier gelten besondere Abschreibungsvorschriften.
k) Internationale Steuertransparenz
Hier enthält das LIS die spanischen Vorschriften über ausländische Gesellschaften, die von in Spanien ansässigen Steuerpflichtigen kontrolliert werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Gewinn ausländischer Gesellschaften den spanischen Anteilsinhabern direkt zugerechnet werden.
l) Kleinunternehmen
Unternehmen von bis zu 6 Mio. Euro Umsatz gelten als Kleinunternehmen und sind unter gewissen Bedingungen zu Steuerbegünstigungen berechtigt wie etwa besonders günstige Abschreibungen, Rückstellungen für Forderungen etc. Überdies beläuft sich in diesem Fall der Steuersatz für die ersten 90.151,81 Euro der Bemessungsgrundlage auf 30%. Ab diesem Betrag ist wieder der generelle Steuersatz von 35% anwendbar.
m) Leasingverträge
Leasingverträge mit amtlich bei der Bank von Spanien registrierten Leasinggesellschaften berechtigen den Leasingnehmer zu einer Abschreibung des angeschafften Wirtschaftsguts, die dem zweifachen Betrag der Abschreibung entspricht, wie sie sich normalerweise aus den Tabellen ergeben würde. Er kann also nicht die tatsächlich gezahlten Leasingraten absetzen, statt dessen jedoch eine erhöhte AfA. Das Wirtschaftsgut wird damit letztlich wirtschaftlich ihm und nicht dem Leasinggeber zugeordnet.
n) Gesellschaften mit Beteiligungen an ausländischen Gesellschaften
Hier regelt das LIS die Besteuerung spanischer Holdinggesellschaften. Dividenden, die der spanischen Holdinggesellschaft aus dem Ausland zufließen, sind steuerfrei, und ihre Wiederausschüttung in das Ausland ist unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls.
o) Teilweise von der Körperschaftsteuer freigestellte Körperschaften
Bestimmte Körperschaften sind in Spanien teilweise von der Steuer freigestellt, wie etwa Stiftungen oder Gewerkschaften. Die Freistellung gilt nicht, wenn diese neben ihrem Hauptzweck noch andere unternehmerische Tätigkeiten ausüben.
p) Eigentümergemeinschaften von Wäldern
Im wesentlichen besteht die Regelung darin, dass die Verwendung des Gewinns für Verbesserungsinvestitionen sofort als Betriebsausgabe gilt und später die Investition trotzdem steuerlich gültig abschreibbar ist.
q) Besondere Schifffahrtsunternehmen
Gewisse Schifffahrtsunternehmen können (geregelt im Gesetz 27/1992) die Körperschaftssteuer durch ein vereinfachtes Verfahren entrichten, in dem die Steuerschuld proportional zur eingesetzten Tonnage an Schiffsraum bestimmt wird.
r) Sportgesellschaften
Hier wird die Umwandlung von sportlichen Vereinen in Gesellschaften aus steuerlicher Sicht geregelt. Ehemalige Sonderregelung der
Steuertransparenz - heute die besondere Form der Besteuerung für die
sogenannten Vermögensgesellschaften
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