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 Firmengründung Irland

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  Firmengründung Irland: Steuern Irland, Rechtsformen und Gesellschaftsgründung

Steuern

EU

DBA-Sachverhalt

Niedrigsteuerland nach 8 AStG

EU-Mutter-Tochter-RL

Mögliche Alternativen

12,5% Ertragssteuern Ja. Irland ist Mitglied der EU, Positivwirkung der EU-Niederlassungsfreiheit , EU-Rechtschutz Ja, unterhält mit vielen Ländern ein DBA, mithin i.d.R. Abschirmwirkung eines DBAs vorhanden Ja. Allerdings ist die Deutsche Hinzurechnungsbesteuerung in weiten Teilen EU-Rechtswidrig Ja. Positivwirkung der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie EU: Zypern, Bulgarien, Sonderzonen Madeira oder ZEC, Nicht EU: Schweiz, VAE

Firmengründung Irland und Steuern

Der Körperschaftssteuersatz beträgt in Irland 12,5% für aktive Gesellschaften.

 Der „Finance Act“ aus dem Jahr 2009 brachte Steuerprivilegien für Gesellschaften, die nach 2009 gegründet wurden und 40.000 bis 60.000 Euro an Steuern zahlen. Gesellschaften, die bis 40.000 Euro an Steuern zahlen, werden in den ersten drei Jahren von der Körperschaftssteuer befreit. Bis 60.000 Euro beträgt der Effektivsteuersatz 3%.

Firmengründung Irland und Steuerprivilegien aus IP-Box

Irland kennt Steuerprivilegien bei bestimmten Einnahmen aus IP-Box (Einnahmen aus Patenten, Lizenzen und Rechten). Bei richtiger Gestaltung kann ein Steuersatz von nur 2,5% erreicht werden.

Firmengründung Irland und Holding in Irland

Zunächst greifen die Positivwirkungen der EU-Mutter-Tochter-Richtlinie (=bei verbundenen Unternehmen in der EU: Keine Quellensteuer bei abfliessenden Dividenden, keine Besteuerung der Dividenden bei der Mutter, sofern Mindesthaltedauer 12 Monate und mindestens 10%tige Beteiligungshöhe) und/oder EU-Fusionsrichtlinie.
Eine Gestaltung mittels Anteilstausch- und Gesellschafter-Fremdfinanzierung ist möglich und sinnvoll, da aktive Einnahmen der Holding mit nur 12,5% besteuert werden.
Darüber hinaus grundsätzlich keine Quellensteuer bei Dividenden-ausschüttungen ins Ausland, sofern ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht.

Keine Kapitalertragssteuer auf den Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen.

Firmengründung Irland und Vermeidung der rechtswidrigen Zwischengesellschaft

Die Annahme der rechtswidrigen Zwischengesellschaft muss in jedem Falle vermieden werden. Eine rechtswidrige Zwischengesellschaft liegt bei einer reinen Briefkastengesellschaft- ohne Substanz Escape- vor und/oder wenn die Annahme getroffen werden kann, dass die Gesellschaft vom Ausland aus (also z.B. von Deutschland aus) "ferngesteuert wird".

Handelt es sich im Ausland (hier Irland) um eine Produktionsstätte, um eine Stätte zur Ausbeutung von Bodenschätzen, einem Land-oder forstwirtschaftlichen Betrieb oder eine Bauausführung länger als 9-12 Monate Dauer, so ist im Land (hier Irland) immer eine Betriebsstätte belegen, unabhängig vom „Ort der geschäftlichen Oberleitung“. Gleiches trifft zu, wenn im Ausland (hier Irland) eine feste Geschäftseinrichtung besteht, in dem die Tätigkeiten eines Unternehmens überwiegend oder ganz ausgeführt werden (z.B. ein Ladenlokal, ein Hotel usw.) In den anderen Fällen definiert sich die steuerliche Betriebsstätte zentral über „Den Ort der geschäftlichen Oberleitung“.

Mehr zum Thema erfahren Sie hier..

Firmengründung Irland und Dienstleistungen unserer Kanzlei

Unsere Kanzlei gründet für Mandanten Gesellschaften in Irland, einschließlich aller erforderlichen Dienstleistungen:

-Gründung Private Company Limited By Shares oder Public Limited Company (PLC), Eintrag ins Companies House

-Registerunterlagen, Übersetzung der Registerunterlagen in die Landessprache des Mandanten, notarielle Beglaubigungen, Apostille

-Registered Office, virtuell Office bis Büro (ordentlicher Geschäftssitz, Substanz Escape)

-Kontoeröffnung auf die Gesellschaft, inkl. Onlinebanking und  Kreditkarte

-Treuhand-Direktor Irland (5 DBA: Ort der geschäftlichen Oberleitung als Ort der Betriebsstätte): Lokal Ansässiger tritt als Direktor der Gesellschaft auf (aktiver Treuhand-Direktor, der Verträge zeichnet)

Hinweis: Nach dem Recht Irlands sind Treuhand-Gestaltungen entweder verboten oder nur sehr eingeschränkt möglich. Dieses führt dazu, dass die meisten Gründungsagenturen oder Kanzleien in Irland keinen Treuhand-Direktor (5 DBA: Ort der geschäftlichen Oberleitung als Ort der Betriebsstätte…) stellen können oder dürfen. Unsere Kanzlei kann einen in Irland ansässigen als zweiten Direktor der Irland Limited stellen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass ein Mitarbeiter unserer Kanzlei als weiterer Direktor auftritt.

-Gründung einer Holding in Irland, einschließlich EU-Fusion/Verschmelzung oder Gestaltung mittels Anteilstausch-und Gesellschafter-Fremdfinanzierung

Im Rahmen der realen Betriebsstättenansiedlung sind wir bei der Suche nach geeigneten Büroräumen, Lagerhallen und/oder Produktionsstätten behilflich, ergänzend beim Antragsverfahren für Fördermittel im Rahmen von Unternehmensneuansiedlungen in Irland.

Firmengründung Irland und ordentlicher Geschäftssitz in Irland

Wir bieten die Möglichkeit des virtuell Office bei unser Steuerkanzlei in Irland oder Anbindung an ein Business Center in Irland.

Firmengründung Irland Firmengründung Irland
   
Firmengründung Irland und Büro  Firmengründung Irland und Büro Business Center 

Firmengründung Irland: Allgemeines

-Staatsform: parlamentarische Republik
-Offizielle Bezeichung: Irland
-Fläche:70.285 km²
-Bevölkerung: 3,56 Mio.
-Hauptstadt / Regierungssitz:Dublin
-Währung: Euro, irisches Pfund, Ir

Gesellschaftsformen sind: GmbH = ltd. = Private Company Limited by shares  oder Public Limited Company (PLC, AG in Irland).

Bei der Limited ist ein Mindeststammkapital von 300 Euro erforderlich. Bei der PLC: €38.092,00, von denen 25 % einzuzahlen sind.

Firmengründung Irland und Gründungsvoraussetzungen

Es müssen zwei Direktoren gestellt werden, die Ihren Sitz in-oder außerhalb Irlands haben, sofern EU Bürger.

Die Ernennung eines Secretary (Firmenverteter, Ansprechpartner für Behörden) ist vorgeschrieben. Secretary kann eine natürliche oder juristische Person sein. Der Secretary darf zugleich Director sein. Ein Secretary hat keine Geschäftsführungsbefugnis.

Es ist mindestens ein Shareholder (Aktionär) notwendig. Shareholder kann eine natürliche oder juristische Person sein. Die Aktien einer Irischen Ltd sind ohne Notar übertragbar und auch beleihbar. Eine irische Private Limited darf maximal 99 Aktionäre/Shareholder haben. Hat die Firma nur einen Aktionär= Single Member Company. Inhaberaktien sind nicht erlaubt.

Firmengründung Irland und Betriebsstätte in  Irland

Sofern keine Produktionsstätte, keine Stätte zur Ausbeutung von Bodenschätzen oder eine Bauausführung länger als 6-9 Monate in Irland (je nach DBA), definiert sich das Vorliegen einer steuerlichen Betriebsstätte über "Den Ort der geschäftlichen Oberleitung":

-Entweder der Mandant -oder ein Beauftragter- verlagert seinen gewöhnlichen Aufenthalt nach Irland und tritt selbst als Direktor der Gesellschaft in Irland auf oder

-der nicht in Irland ansässige Direktor weist nach, dass er sich im Rahmen der notwendigen Leitungsaufgaben in Irland an der Betriebsstätte aufhält, um diese Leitungsaufgaben gewöhnlich an der Betriebsstätte in Irland wahrzunehmen (funktioniert natürlich nicht bei notwendigen Tagesentscheidungen) oder

-unsere Kanzlei in Irland stellt einen Treuhand-Direktor

Ein weiteres Merkmal der Betriebsstätte ist ausreichender Substanz Escape. Ein reines Registered Office ist unzureichend.

Firmengründung Irland: Wirkung nationaler Regelungen zur Hinzurechnungsbesteuerung (in Deutschland §8 AStG)

Das Deutsche Außensteuergesetz beschreibt in §8 AStG: Hat ein Deutscher (natürliche oder juristische Person) beherrschenden Einfluss (mehr als 50%) auf eine Auslandsgesellschaft in einem Niedrigsteuerland (unter 25% Ertragssteuer) und realisiert diese Auslandsgesellschaft nur passive Einkünfte nach Aktivkatalog §8 AStG, so werden die Dividenden der Auslandsgesellschaft der Deutschen Besteuerung unterzogen und zwar mit Einkommensteuer (nicht Abgeltungssteuer oder Teileinkünfteverfahren), bei juristischer Person mit Deutscher Körperschaftssteuer. Außerdem „fiktive Ausschüttungsbesteuerung“, also Besteuerung auch dann, wenn nicht ausgeschüttet wird. Im europäischen Kontext ist diese Hinzurechnungsbesteuerung allerdings rechtwidrig, entsprechend wurde das Deutsche AStG ergänzend. Dieses allerdings nur unter der Voraussetzung, dass im Betriebsstättenland- hier Irland- ausreichender Substanz Escape vorhanden ist. Zur Verhinderung der Negativwirkungen der Deutschen Hinzurechnungsbesteuerung reicht also keine Substanz "nur mehr als ein bloßer Briefkasten" aus.

Firmengründung Irland und Gesellschaftsvertrag

Form: Gedruckt mit Datum; Unterschriften müssen von einem anwesenden Zeugen “beglaubigt” werden; ein Notar ist nicht vorgeschrieben.

Inhalt: Zwei selbstständige Dokumente:

    a) Memorandum of Association: Firma, mit ltd. Oder teo.;

    Gegenstand ; Haftung der Gesellschafter; Nominal-kapital und Anteilsstückelung

    Gründungsvereinbarung

    b) Articles of Association:

    Regelung des Innenverhältnisses von Gesellschaftern und Geschäftsführer (fakultativ ansonsten erfolgt Regelung ge. Gesetzesanhang/ Table A);

    Ausgabe der Geschäftsanteile; Durchführung der Versammlungen; Ernennung und Vollmachten der Leitung; Gewinnverteilung und Buchführung

Firmengründung Irland: Spezialität Call Center

Immer mehr international orientierte Unternehmen installieren auf der "Grünen Insel" ihr Call Center. Von dort verbindet eine einzige Rufnummer über eine hoch spezialisierte, rund um die Uhr besetzte Zentrale alle Unternehmensbereiche und Filialen oder nimmt eingehende Gespräche, beispielsweise für Reservierungen oder Bestellungen, auf. Dafür hat Irland den Unternehmen einiges zu bieten.

  • Eines der modernsten und variabelsten Telekom-Netze weltweit.
  • Fernsprechgebühren, die zu den niedrigsten in Europa gehören, Sonderkonditionen und Extrarabatt für Call Center-Großkunden.
  • Großzügige, zinsfreie Staatskredite für den Aufbau.
  • Lohn- und Lohnnebenkosten, die um 50 Prozent unter den deutschen, 25 Prozent unter den französischen und 15 Prozent unter den britischen liegen.

Derzeit arbeiten von Europa- und weltweit bereits über 40 Call Center, unter anderem von Lufthansa, American Airlines, Air Lingus, Korean Air, United Parcel Service (UPS), die Hotelketten Best Western, ITT-Sheraton, ICT-Eurotel, Global und Radisson, die Bertelsmann-Tochter American-Online oder die Unternehmen Compaq Point, Gateway, Dell, Electrolux, Entex, Maxtor, Platium, Quaterdeck, Rand McNally, Software Spectrum oder US Robities.

Die Freihandelszone Shannon bietet die gleichen Steuererleichterungen auch für Exportgewinne, die nicht nur von Industriebetrieben, sondern auch von Handels- und Dientleistungsbetrieben erzielt werden.

Firmengründung Irland und Betriebsstättenbegriff analog 5 DBA

Artikel 5 DBA:


(1) Im Sinne dieses Abkommens bedeutet der Ausdruck "Betriebstätte" eine
feste Geschäftseinrichtung, in der die Tätigkeit des Unternehmens ganz oder
teilweise ausgeübt wird.
(2) Der Ausdruck "Betriebstätte" umfasst insbesondere:
a) einen Ort der Leitung,
b) eine Zweigniederlassung,
c) eine Geschäftsstelle,
d) eine Fabrikationsstätte,
e) eine Werkstätte,
f) ein Bergwerk, einen Steinbruch oder eine andere Stätte der Ausbeutung
von Bodenschätzen,

g) eine Bauausführung oder Montage, deren Dauer zwölf Monate überschreitet.


(3) Als Betriebstätten gelten nicht:
a) Einrichtungen, die ausschließlich zur Lagerung, Ausstellung oder
Auslieferung von Gütern oder Waren des Unternehmens benutzt werden;
b) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschließlich zur
Lagerung, Ausstellung oder Auslieferung unterhalten werden;
c) Bestände von Gütern oder Waren des Unternehmens, die ausschließlich zu
dem Zweck unterhalten werden, durch ein anderes Unternehmen bearbeitet oder
verarbeitet zu werden;
d) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem Zweck
unterhalten wird, für das Unternehmen Güter oder Waren einzukaufen oder
Informationen zu beschaffen;

e) eine feste Geschäftseinrichtung, die ausschließlich zu dem Zweck
unterhalten wird, für das Unternehmen zu werben, Informationen zu erteilen,
wissenschaftliche Forschung zu betreiben oder ähnliche Tätigkeiten auszuüben,
die vorbereitender Art sind oder eine Hilfstätigkeit darstellen.
(4) Ist eine Person - mit Ausnahme eines unabhängigen Vertreters im Sinne
des Absatzes 5 - in einem Vertragstaat für ein Unternehmen des anderen
Vertragstaates tätig, so gilt eine in dem erstgenannten Staat gelegene
Betriebstätte als gegeben, wenn die Person eine Vollmacht besitzt, im Namen des
Unternehmens Verträge abzuschließen, und die Vollmacht in diesem Staat
gewöhnlich ausübt, es sei denn, daß sich ihre Tätigkeit auf den Einkauf von
Gütern oder Waren für das Unternehmen beschränkt.

(5) Ein Unternehmen eines Vertragstaates wird nicht schon deshalb so
behandelt, als habe es eine Betriebstätte in dem anderen Vertragstaat, weil es
dort seine Tätigkeit durch einen Makler, Kommissionär oder einen anderen
unabhängigen Vertreter ausübt
, sofern diese Personen im Rahmen ihrer
ordentlichen Geschäftstätigkeit handeln. Allein dadurch, daß eine in einem
Vertragstaat ansässige Gesellschaft eine Gesellschaft beherrscht oder von einer
Gesellschaft beherrscht wird, die in dem anderen Vertragstaat ansässig ist oder
dort (entweder durch eine Betriebstätte oder in anderer Weise) ihre Tätigkeit
ausübt, wird eine der beiden Gesellschaften nicht zur Betriebstätte der anderen.

Firmengründung Irland: Steuerabzug von Zinsen (Tax Relief at Source, TRS)

Ab 1. Januar 2002 wird für Zinsen auf Eigenheimhypotheken (gesicherte Darlehen) nicht mehr im Rahmen der Besteuerung ein Abzug gewährt, sondern der Nachlass zum Standardsteuersatz wird "an der Quelle" gewährt, d. h. Hypothekenrückzahlungen werden um den Abzugsbetrag, auf den der Betreffende Anspruch hat, verringert.

Beispiel: Der Zinsanteil an der monatlichen Hypothekenrückzahlung beträgt EUR 100. Dann mindert das Hypothekenkreditinstitut den monatlichen Rückzahlungsbetrag jeden Monat um EUR 20. Dies entspricht einem Steuerabzug zum Standardsteuersatz (20 %). Künftige Anpassungen dieses Abzugs nimmt das Hypothekenkreditinstitut automatisch vor. Sie müssen also in Ihrer Jahressteuererklärung keinen Abzug geltend machen oder sich aus diesem Grund mit Ihrem Finanzamt in Verbindung setzen.

Firmengründung Irland: Sozialversicherung in Irland

Die Bezeichnung für die Sozialversicherung in Irland lautet "Pay Related Social Insurance" (PRSI). Dabei handelt es sich um eine entgeltbezogene Sozialversicherung, die für alle Erwerbstätigen im Land gilt. Der PRSI-Beitrag ist ein bestimmter Prozentsatz des Arbeitseinkommens. Arbeitnehmer und Arbeitgeber kommen beide für einen Teil des Beitrags auf. Die genaue Höhe des Prozentsatzes ist abhängig von der PRSI-Beitragsklasse des Versicherten. Es gibt 11 verschiedene Beitragssätze. Fragen zu PRSI sind an die Finanzämter zu richten, die die Beiträge im Auftrag des Ministeriums für soziale und Familienangelegenheiten einziehen, und zwar unter der Nummer 704 30 00 oder auf der Website www.welfare.ie. Das Informationsblatt SW 14 des Ministeriums für soziale und Familienangelegenheiten enthält ebenfalls Einzelheiten zu Beitragssätzen und -klassen.

Ein wöchentliches Einkommen bis zu einer Höhe von EUR 127 ist für Arbeitnehmer beitragsfrei (EUR 26 für Personen, für die der modifizierte Beitragssatz gilt).

EUR 38 740 ein PRSI-Beitragssatz von 4 %, darüber hinausgehende Einkünfte sind beitragsfrei.

Arbeitnehmer mit einem wöchentlichen Verdienst über EUR 256 sind verpflichtet, den Beitrag für das Gesundheitswesen in Höhe von 2 % zu entrichten.

Versicherte der Beitragsklasse S (Selbständige) sind verpflichtet 3 % ihrer sämtlichen Einkünfte des Jahres als PRSI-Beitrag abzuführen. Bei einem Jahreseinkommen über EUR 18 512 haben sie auch den Beitrag für das Gesundheitswesen in Höhe von 2 % zu entrichten.

Der jährliche Mindestbeitrag zum PRSI beläuft sich für Selbständige auf EUR 253.

Der Arbeitgeberpflichtbeitrag zum PRSI beläuft sich ab 1. März 2002 auf 10,75 % (vorher 12 %) des Arbeitseinkommens der Arbeitnehmer.

Firmengründung Irland und Stempelsteuer in Irland

Wohneigentum - Kaufpreisspannen und Steuersätze - Abtretung oder Übergang Vollzogen am/nach dem 1. Januar 2002:

Über
Nicht über
Ersterwerber
Voller Satz
EUR 0,01
EUR 127 000
Befreit
Befreit
EUR 127 000
EUR 190 500
Befreit
3 %
EUR 190 500
EUR 254 000
3 %
4 %
EUR 254 000
EUR 317 500
3,75 %
5 %
EUR 317,500
EUR 381,000
4,5 %
6 %
EUR 381,000
EUR 635,000
7,5 %
7,5 %
EUR 635 000

9 %
9 %

Kapitalerwerbssteuer

Die Kapitalerwerbssteuer umfasst die Erbschaftssteuer, die anfallen kann, wenn eine Person stirbt und einer anderen Vermögen hinterlässt, und die Schenkungssteuer, die auf Schenkungen einer Person zu deren Lebzeiten erhoben wird. Beide Steuern sind durch den Empfänger der Schenkung/Erbschaft zu entrichten. Dabei spielt das (verwandtschaftliche) Verhältnis zwischen Geber und Empfänger eine wichtige Rolle.

Die Kapitalerwerbssteuer unterliegt der Selbstveranlagung. Das heißt, Schenkungen/Erbschaften sind anzugeben und die zu entrichtende Steuer vom Steuerpflichtigen selbst festzusetzen. Wenn es sich um komplexe Eigentumsübertragungen oder sonstige Transaktionen handelt, sollten Sie professionellen Rat einholen. In Härtefällen kann das Finanzamt die fällige Steuer stunden.

Vorschriften

Bestimmte Schenkungen/Erbschaften sind bis zu einem bestimmten Wert von der Kapitalerwerbssteuer befreit. Die Höhe des Betrags hängt vom (verwandtschaftlichen) Verhältnis zwischen Geber und Empfänger und von gegebenenfalls erhaltenen sonstigen Schenkungen/Erbschaften ab. Gemeinschaftseigentum wird als solches Eigentum des Überlebenden und stellt keine Erbschaft dar, für die Kapitalerwerbssteuer zu entrichten wäre.

Freigrenzen und Steuersätze

Die Kapitalerwerbssteuer ist erst zu entrichten, wenn der Wert der Schenkung/Erbschaft bestimmte Freigrenzen überschreitet, für die das (verwandtschaftliche) Verhältnis zwischen Geber und Empfänger maßgeblich ist. Ab 2002 gelten folgende Freigrenzen:

Schenkungen und Erbschaften zwischen (früheren) Ehegatten sind von der Kapitalerwerbssteuer befreit.

Klasse A: Für Schenkungen/Erbschaften an direkte Nachkommen gilt eine Steuerfreigrenze von EUR 422 148. Zu den direkten Nachkommen zählen auch adoptierte Kinder und Stiefkinder. Seit dem 6. Dezember 2000 sind auch langjährige Pflegekinder einbezogen, sofern sich Pflege und Unterhalt über einen zusammenhängenden Zeitraum von mindestens 5 Jahren vor ihrem 18. Lebensjahr erstreckten und die Kinder während dieses Zeitraums bei den Pflegeeltern lebten.

Klasse B: Für Schenkungen/Erbschaften an Eltern, Geschwister, Nichten, Neffen und Enkel liegt die Steuerfreigrenze bei EUR 42 215.

Klasse C: Liegt keines der aufgeführten Verhältnisse vor, so gilt eine Steuerfreigrenze von EUR 21 108.

Aggregation

Für die Freibeträge werden alle seit dem 5. Dezember 1991 empfangenen Schenkungen/Erbschaften aufsummiert. Die hierzu angewandten Regeln sind recht kompliziert. Im Wesentlichen bedeuten sie Folgendes: Wenn Sie seit dem 5. Dezember 1991 Schenkungen/Erbschaften von verschiedenen Gebern erhalten haben, werden diese für die Berechnung Ihrer Steuerschuld aufsummiert. Nur Schenkungen/Erbschaften, die in dieselbe Freibetragsklasse fallen, werden aggregiert. Beispielsweise werden alle Schenkungen seitens der Eltern zusammengefasst. Auch von verschiedenen Onkeln und Brüdern empfangene Schenkungen können aufsummiert werden.

Eigenheim

Unter bestimmten Voraussetzungen ist ein im Wege einer Schenkung oder Erbschaft erworbenes Eigenheim von der Kapitalerwerbssteuer befreit. Dies gilt für folgende Fälle:

  • Wenn das Haus der Hauptwohnsitz des/der Verstorbenen (bei testamentarischem Nachlass) oder des Schenkungsgebers oder des Empfängers war und
  • der Empfänger während der drei dem Eigentumsübergang vorausgehenden Jahre in dem Haus wohnte und
  • der Empfänger keinen Anteil an einem anderen Wohneigentum besitzt und
  • das Haus nach dem Eigentumsübergang 6 Jahre lang Eigentum des Empfängers bleibt und von ihm bewohnt wird. Die letzte Bedingung gilt nicht für Empfänger, die älter als 55 Jahre sind. Für Empfänger, die die letztgenannte Bedingung wegen beruflicher Verpflichtungen oder Krankheit nicht erfüllen können, gelten Sonderregelungen.

Steuersatz

Auf den Betrag, der die Freigrenze überschreitet, wird die Kapitalerwerbssteuer mit einem Satz von 20 % erhoben, der für Schenkungen und Erbschaften gleichermaßen gilt.

Bewertung der Schenkung/Erbschaft

Für den Wert der Schenkung/Erbschaft ist ihr Marktwert am Tage der Schenkung bzw. an dem Tag, an dem der Nachlassempfänger die Erbschaft erhält oder erhalten kann, maßgeblich.

Ausnahmen

Bestimmte Vermögenswerte gehen nicht in die Bewertung zum Zwecke der Kapitalerwerbssteuer ein. Hierzu zählen vor allem

  • die ersten von einem Schenkungsgeber erhaltenen EUR 1270 (diese Grenze gilt nicht für Erbschaften);
  • Schenkungen und Nachlässe für öffentliche oder wohltätige Zwecke;
  • Zahlungen an Familienangehörige für übliche Unterhalts-, Unterstützungs- oder Ausbildungszwecke zu Lebzeiten des Gebers;
  • bestimmte Kunstwerke, wissenschaftliche Sammlungen, Häuser und Gärten von historischem oder künstlerischem Interesse;
  • eine Schenkung/Erbschaft, die ausschließlich zur Begleichung medizinischer Ausgaben (einschließlich zugehöriger Unterhaltskosten) einer dauerhaft behinderten Person dient.

Steuerpflichtige Schenkungen/Erbschaften

Schenkungs- oder Erbschaftssteuer ist für alle Schenkungen/Erbschaften zu entrichten, die bestimmte Gesamtbeträge (so genannte Freigrenzen) überschreiten. Zu den gebräuchlicheren Transaktionen, durch die eine Schenkung/Erbschaft erfolgt, zählen

  • Bargeldgeschenk,
  • Geschenk in Form von Schmuck oder eines Wagens,
  • Übertragung eines Hauses oder Grundstücks,
  • lebenslanges Nutzungsrecht an einem Haus.

Unterliegt eine Schenkung/Erbschaft im Ausland der Besteuerung in Irland?

Im Wege einer Schenkung/Erbschaft erworbenes Eigentum, das sich außerhalb Irlands befindet, ist nur dann steuerpflichtig, wenn der Geber seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Irland hat. Hat der Geber zum Zeitpunkt, an dem die Schenkung/Erbschaft angenommen wird, seinen Wohnsitz außerhalb Irlands, unterliegt nur der Teil der Schenkung/Erbschaft der Schenkungs- bzw. Erbschaftssteuer, der sich zum Zeitpunkt der Schenkung/Erbschaft in Irland befindet.

Weitere Informationen zur Schenkungs- und Erbschaftssteuer sind den Informationsblättern CAT 1 und CAT 2 zu entnehmen, die über die Website der Finanzverwaltung www.revenue.ie erhältlich sind.

Zinsabschlagsteuer

Zinserträge aus Bankeinlagen unterliegen einer Quellensteuer in Höhe von 20 %. Der Betrag ist erstattungsfähig, wenn Sie oder Ihr Ehegatte älter als 65 Jahre sind und von der Steuerpflicht befreit oder aufgrund eines geistigen oder körperlichen Gebrechens dauerhaft behindert sind.

Gemeindesteuer

In Irland gibt es keine Gemeindesteuer, doch erheben manche Gebietskörperschaften für ihre Dienstleistungen, beispielsweise die Abfallbeseitigung, Gebühren. Diese Zahlungen sind abzugsfähig.

Nützliche Webadressen

Geschäftsbereich
E-Mail-Adresse
Capital Taxes (Kapitalsteuern)
Collector-General (Finanzbehörde)
Customer Service Policy Unit (Kundendienst)
Forms & Leaflets Ordering Service (Bestellung von Formularen und Merkblättern)
PAYE
Residence Branch (Wohnsitz- und Aufenthaltsfragen)
Self-Assessment (Selbstveranlagung)

Steuerformulare und Informationsblätter

Sämtliche Steuerformulare und Informationsblätter können beim "Forms and Leaflets Service" der Finanzverwaltung telefonisch bestellt werden unter der Nummer 18 90 30 67 06 (nur innerhalb der Republik Irland).

Wahrnehmung Ihrer Rechte

Die Finanzämter legen großen Wert auf Kundenfreundlichkeit. Die Broschüren "The Taxpayers' Charter of Rights" und "Customer Service Standards" beschreiben ausführlich die Dienstleistungen, die Sie vom Finanzamt erwarten können.

Wenn Sie mit der Behandlung Ihrer steuerlichen Angelegenheiten nicht einverstanden sind, haben Sie das Recht, beim Finanzamt Beschwerde einzulegen. Einzelheiten zu einem derartigen Beschwerdeverfahren ("How to complain to Revenue") sind über die Website der Finanzverwaltung abrufbar oder bei jedem Finanzamt erhältlich.

 

 

 
 
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