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Banklizenz- eigene Bank gründen (Gründung von Finanzdienstleistungsgesellschaften mit Genehmigung für Bankdienste, Einlagenkredit-Institute)
-Lesen Sie hier zum Thema "Grundsätzliche Überlegungen bei Gründung einer Bank"
Banklizenz- Bank gründen: Allgemeine Informationen
Unsere Kanzlei gründet für Mandanten Banken (Finanzdienstleistungsgesellschaften mit Genehmigung für Bankdienstleistungen, Einlagen-Kreditinstitute) in der EU/EWR (zentral in Deutschland, Irland, England und Liechtenstein), in Drittstaaten (Schweiz und USA) sowie in sogenannten Steueroasenländer (z.B. Cayman Islands, Bahamas). Darüber hinaus gründen wir für Mandanten E-Money Institute in der EU sowie in Drittstaaten.
Ebenso installieren wir Vermögensverwaltungsgesellschaften (Kapitalanlagengesellschaften) und Investmentgesellschaften in der EU/EWR, Drittstaaten und Steueroasenländern. Banklizenz- Bank gründen: Unsere Dienstleistungen
Banklizenz: Rechtliche Grundlagen-Begriffsbestimmungen: Bank Das internationale Bankenrecht ist eine extrem komplexe juristische Materie. Vereinfacht kann wie folgt ausgeführt werden: Finanzdienstleistungsgesellschaften im Sinne der Einlagenkreditinsitute, die der Regulierung und Aufsicht der jeweiligen Zentralbank und/oder anderer staatlicher Aufsichtsbehörden unterliegen und eine entsprechende Genehmigung haben, die entsprechenden Finanzdienstleistungen an Dritte anzubieten, werden als "Bank" bezeichnet. Sie dürfen Bankdienstleistungen an inländische natürliche und juristische Personen anbieten und i.d.R. auch an "Personen" außerhalb des Sitzstaates der Bank (hier können allerdings im nationalen Recht der "anderen Staaten" Beschränkungen existieren,vgl. z.B. Deutsches KWG). Die jeweiligen Zulassungsvoraussetzungen werden in den Finanzdienstleistungsgesetzen der Länder geregelt. In den meisten Staaten ist eine entsprechende Eigenkapitalausstattung erforderlich (z.B. Schweiz 5 Mio CHF, USA 5 Mio USD und 10 Mio USD Sicherheitshinterlegung bei der FED, Deutschland ca. 5 Mio Euro, Cayman Island ca. 350.000 Euro). Außerdem regeln die meisten Bankengesetze die Voraussetzungen an das Management der Bank-die sogenannte "fachliche Eignung"- (Berufsausbildung im Bankenbereich, Führungserfahrung in der Bankenebene, einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis, Bonität usw..), das Vorhandensein eines qualifizierten Geschäftsbetriebes, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und die Bedingungen der Wirtschaftsprüfung und Bilanzierung.
Banklizenz: Gründung einer Bank in der EU/EWR
Grundlagen sind die innerstaatlichen Bankengesetze, in Deutschland z.B. das Deutsche KWG (Kreditwesengesetz) UND die EU Richtlinie für Finanzinstitute. Demnach beträgt das Mindeststammkapital einer EU Bank 5 Mio. Euro.
Mindestens ein Geschäftsführer der Bank muss über eine Ausbildung im Bankwesen und Führungserfahrung in einer Bank verfügen. Auf Wunsch können wir über eine Stellenausschreibung geeignetes Personal suchen. Die Bank muss ferner über einen ordentlichen Geschäftssitz verfügen, also ein Büro und Mitarbeiter. Die Gesellschaft der Bank ist eine Kapitalgesellschaft, also z.B. eine Deutsche AG.
Bankinstitute im EWR können in einem anderen Land des EWR (europäischer Wirtschaftsraum) ohne erneute Zulassung in Form der Niederlassung oder Repräsentanz tätig werden (vgl. z.B. § 53b KWG Unternehmen mit Sitz in einem anderen Staat des Europäischen Wirtschaftsraums) bzw. Ihre Dienstleistungen ohne erneute Zulassung im EWR anbieten (Europäischer Pass).
In den meisten EU/EWR Staaten ist die Anbindung an eine unabhängige Wirtschaftsprüfgesellschaft (Rating/Basel II/III) erforderlich, z.B. Moodys. Die Gebühren betragen ca. 38.000 Euro pro Jahr.
Viele Länder schreiben zudem die Mitgliedschaft im Einlagensicherungsfond vor.
Nach Gründung der Bank erfolgt die Anbindung an die jeweilige Zentralbank des Landes und/oder an die europäische Zentralbank. Eine Anbindung an SWIFT (SWIFT Code, IBAN) wird über einen Termin bei der SWIFT realisiert, den wir gern vorbereiten und den Mandanten beim Termin begleiten.
Banklizenz und Einlagen- Sicherungsfonds
In den einzelnen Staaten unterschiedlich geregelt. Deutschland: Der Beitritt zum Fonds ist freiwillig. Entscheidet
sich eine Bank dazu, erfolgt eine Prüfung vom Verband der Deutschen
Banken in Köln. Bei positiver Bescheidung prüft dann nochmals der
Vorstand des Bankenverbandes über die Aufnahme. Die Rechte und Pflichten
der beitretenden Bank ergeben sich aus dem Statut des
Einlagensicherungsfonds, §§ 3, 5 und 6: Bei Eintritt sind 2,4 Promille
des Eigenkapitals, mindestens 25 T€, zu zahlen. Nach drei Jahren werden
die Verbindlichkeiten der Bank gegenüber Kunden erneut geprüft und die
Eintrittsgebühr mit 1,8 Promille der Verbindlichkeiten festgelegt. Liegt
diese Summe über 25 T€, muss nachgezahlt werden. Jedes Jahr zum 30.06.
ist dann auch die Umlage in Höhe von 0,6 Promille der Verbindlichkeiten
der Abschlussbilanz des Vorjahres fällig.
Bankgründung/Banklizenz Liechtenstein (EWR) Anfangskapital -Einlagensicherungsfonds - Zentralbank u.a. Das Anfangskapital muss mindestens 10 Mio. CHF betragen, in der Praxis zwischen 12- 15 Mio CHF. Einlagensicherungsfonds: 1/5 des Jahresreingewinns bis 1/5 des Eigenkapitals, bei maximal 3 Mio CHF. Bei Neugründungen (erstes Jahr) 100.000 CHF pro Einlagen-Guthaben. Es erfolgt die Anbindung an die Schweizer Zentralbank. Die Geschäftsführer müssen nicht in Liechtenstein ansässig,müssen aber Bürger des EWR sein. Es gelten die Richtlinien Basel II, entsprechend ist eine Wirtschaftsprüfgesellschaft (zB Moodys) zu bestellen. Die Gebühren betragen ca. 36.000 Euro pro Jahr. Die Gebühren für die notwendige Bankprüfgesellschaft betragen einmalig 50.000 CHF, die staatlichen Gebühren 30.000 CHF. Hinzukommen die anwaltlichen Gebühren (ETC und Anwalt Liechtenstein: minimal 60.000 Euro), ggf. die Gebühren für einen Bevollmächtigten in Liechtenstein und die Kosten für einen ordentlichen Geschäftssitz im Sinne. Bankgründung/Banklizenz Schweiz Bankenrecht Schweiz-Rechtsquellen:
Anfangskapital Anfangskapital/Kapitalausstattung beträgt ca. 5 Mio USD/CHF. Erfordernisse- Gebühren
Ähnlich wie Banken im EWR in Bezug auf die Geschäftsführung, ordentlicher Geschäftssitz,Einlagen-Sicherungsfond und unabhängige Wirtschaftsprüfkanzlei. Die anwaltlichen und staatlichen Gebühren liegen bei 80.000 Euro.
Banklizenz in "Offshore-Staaten" (z.B. Cayman Islands, Belize)
Die grundlegenden Daten finden Sie auf unseren Internetseiten zur Bankgründung Cayman Islands oder z.B. Belize. Soll es sich um eine A-Bank-Lizenz handeln (die Bank bietet Ihre Dienstleistungen auch an Drittstaaten, außerhalb des Sitzstaates an und/oder an Dritte im Sinne an), so sind die Voraussetzungen denen der EWR-Staaten sehr ähnlich. Dieses in Bezug auf die Geschäftsführung der Bank (Ausbildung im Bankenwesen, Führungserfahrung usw.), dem ordentlichen Geschäftssitz und der Anbindung an eine unabhängige Wirtschaftsprüfkanzlei. Allerdings ist das Mindeststammkapital abweichend:
Belize:
-Eine Class „A“-Bank muss ein Gründungs-(Haftungs-) kapital von mindestens 3.000.000 US-$ in geeigneten Sicherheiten (Bargeld oder sonstige Werte wie Aktien o.ä.) vorweisen können. -Eine Class „B“-Bank muss ein Gründungs-(Haftungs-) kapital von mindestens 1.000.000 US-$ in geeigneten Sicherheiten (Bargeld oder sonstige Werte wie Aktien o.ä.) vorweisen können In beiden Fällen kann die Zentralbank von Belize zusätzlich Anforderungen an die weitere Kapitalausstattung einer Offshore-Bank stellen. Das jeweilige Gründungs- (Haftungs-) kapital muss nicht bei der Zentralbank von Belize hinterlegt werden, sondern kann sowohl bei einer in Belize ansässigen Bank als auch im Ausland angelegt sein.
Cayman Islands: Eine A-Bank, wobei die Bank nur Geschäfte außerhalb
Cayman Islands betreibt, verursacht allerdings nur jährliche Gebühren
von 130.000 KYD, im ersten Jahr 160.000 KYD. (160.000 KYD = 133.700 EUR
(gerundet), 400.000 KYD = 334.200 EUR (gerundet)). Bei der B-Bank betragen diese Gebühren lediglich
40.000 KYD Bitte beachten Sie, dass im ersten Jahr die Gebühren
500.000 KYD (A-Bank) bzw. 70.000 KYD (B-Bank) betragen. Auf der anderen
Seite wird immer "Steuerfreiheit" garantiert sowie 100%tiger
Kapitalschutz und Anonymität der wirtschaftlich Berechtigten. Das notwendige Stammkapital beträgt mindestens 400.000
KYD (A-Bank) bzw. 20.000 KYD (B-Bank). Die Antragsgebühr beträgt
einmalig 2.000 KYD und ist mit Einreichung des Antrages fällig. Sie wird
auch bei einer Ablehnung nicht zurückbezahlt. Auftritt einer Offshore-Bank in der EU/EWR
Regelt wird dieses in den nationalen Bankengesetzen in Deutschland in § 53 KWG : Zweigstellen von Unternehmen mit Sitz im Ausland. Andere EU Länder haben fast analoge Gesetzgebungen. Die Schweiz behandelt derartige Sachstände liberaler.
Neuseeland Finanzdienstleistungsgesellschaft mit Genehmigung für Bankdienstleistungen
Eine Neuseeland Finanzdienstleistungsgesellschaft mit Erlaubnis für Bankgeschäfte kann sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen weltweit Bankdienste via Internet anbieten ohne Einschränkung der Kundenzahl, der Höhe der Einlagen oder der Anzahl der Währungen. Im Rahmen der Konstellation sind allerdings die Gesetze der Länder, z.B. das deutsche Kreditwesengesetz (KWG) zu beachten. Es handelt sich bei der Neuseeland Finanzdienstleistungsgesellschaft nicht um ein Finanzinstitut das der Aufsicht und Regulierung der zuständigen Behörden oder Zentralbank des Landes unterliegt. Mithin sind nur Korrespondenzbank-Konten realisierbar, kein eigener SWIFT/IBAN, keine Kreditnahme bei der Zentralbank. Eine Neuseeland Finanzdienstleistungsgesellschaft darf Ihre Dienstleistungen mithin nicht so einfach an Personen in Drittstaaten (z.B. EWR) anbieten, Regelungen z.B. des §53 KWG greifen nicht. Entsprechende Lösungsmöglichkeiten können wir offerieren. Die Gesellschaft kann fast alle Serviceleistungen zur Verfügung stellen, die auch von einer Bank mit A-Lizenz angeboten werden, allerdings darf das Wort „Bank“ nicht im Namen geführt werden. Erweiterungen wie Bankcorp. oder Bankgroup sind allerdings erlaubt. Zu den Tätigkeiten einer Online-Bank können folgende Serviceleistungen gehören, sie sind aber nicht auf diese begrenzt:
Online Banking Software
Die Banksoftware Nexor_One kostet, je nach Modulen, zwischen 15.000 bis 30.000 Euro. Marcobank4 zwischen 20.000 bis 50.000 Euro. Möglich ist auch eine Onlinebanking-Software analog z.B. der Deutschen Bank/Commerzbank usw. Hier vermitteln wir an einen entsprechenden Anbieter.
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